{"id":1326,"date":"2023-09-18T16:08:58","date_gmt":"2023-09-18T14:08:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.roemerweg.at\/?p=1326"},"modified":"2023-09-22T14:26:30","modified_gmt":"2023-09-22T12:26:30","slug":"einige-attraktionen-des-roemerfestes-neue-ausstellungen-und-projekte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.roemerweg.at\/?p=1326","title":{"rendered":"Einige Attraktionen des R\u00f6merfestes\/ neue Ausstellungen und Projekte"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p>Wels l\u00f6st r\u00f6misch-chinesisches Arch\u00e4ologie-R\u00e4tsel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rund 6.000 Kilometer musste in der Antike ein Objekt vom Handelszentrum Niya (heute autonome Region Xinjang, Volksrepublik China) in das r\u00f6mische Ovilava \u201egereist\u201c sein. Dank wissenschaftlicher Unterst\u00fctzung aus Deutschland steht nun fest: Das Ausstellungsst\u00fcck des Stadtmuseums Minoriten ist das bisher am weitesten westlich gefundene aus dem China der R\u00f6merzeit!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach 105 Jahren entziffert<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gefunden worden war der Griff bereits 1918 bei einer Grabung knapp n\u00f6rdlich der heutigen Salzburger Stra\u00dfe zwischen der Hamerling- und der Vogelweiderstra\u00dfe. Damals legten Arch\u00e4ologen ein St\u00fcck einer antiken Ost-West-Stra\u00dfe und s\u00fcdlich anschlie\u00dfend Reste von Geb\u00e4uden frei. Eines davon wurde als Metallwerkst\u00e4tte interpretiert. Die Fundst\u00fccke geh\u00f6ren vorwiegend dem 2. Jahrhundert nach Christus an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von Anfang an richtig lagen die Experten mit der Identifizierung des Materials: Das Fundst\u00fcck be-steht tats\u00e4chlich aus Elfenbein. Auch \u00fcber die Tatsache, dass die eingeritzten Schriftzeichen kei-neswegs r\u00f6misch seien, bestand Einigkeit. \u00dcber die tats\u00e4chliche Herkunft gab es jedoch nur Vermutungen: Ferdinand Wiesinger \u2013 damals leitender Beamter der Stadtverwaltung und Stadtar-ch\u00e4ologe in einer Person und heute Namensgeber eines Stra\u00dfenzuges im Stadtteil Vogelweide \u2013 vermutete den orientalisch-\u00e4gyptischen Bereich, Fachkollegen hingegen tippten auf einen mittel-persischen Ursprung in Zusammenhang mit dem Mithraskult.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch weit gefehlt! Denn nun steht fest, dass der Welser Griff mit ziemlicher Sicherheit aus Niya stammt. Dieses einst bedeutende Handelszentrum lag am s\u00fcdlichen Zweig der Seidenstra\u00dfe im westlichen Teil der Taklamakan-W\u00fcste und ging in den ersten Jahrhunderten nach Christus aufgrund von Wassermangel unter. Heute liegt das Gebiet in der Volksrepublik China, genauer gesagt im Regierungsbezirk Hotan in der autonomen Region Xinjang (heute des \u00f6fteren in den Schlagzeilen durch die Uiguren-Minderheit und deren Konflikte mit der Pekinger Zentralverwaltung).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu verdanken ist des R\u00e4tsels L\u00f6sung der Hartn\u00e4ckigkeit und der exzellenten fachlichen Vernetzung des Arch\u00e4ologen und Althistorikers Univ.-Prof. Dr. Stefan Pfahl (Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf). Dieser erkannte die Besonderheit des St\u00fcckes und stellte den Kontakt mit dem emeri-tierten Indologen Univ.-Prof. Dr. Harry Falk (Freie Universit\u00e4t Berlin) her. Dieser Spezialist f\u00fcr altin-dische Sprachen entzifferte die Ritzinschrift als Khar, eine Variante der altindischen Schrift Kharosthi. Weiters fand er heraus, dass es sich bei diesem Objekt um ein Ehrengeschenk des K\u00f6nigs f\u00fcr einen Mann namens Tadara handelt. Es liegt daher nahe, dass das im Griff eingeritzte Gesicht den K\u00f6nig darstellt.\u2003<\/p>\n<p>Wie kam das St\u00fcck nun aus dem Fernen Osten in das r\u00f6mische Ovilava? Da es sich um eine Ge-schenkinschrift handelt, wohl kaum durch Handel. Denn die Inschrift macht nur in dem geografi-schen Raum Sinn, wo sie gelesen und die Sprache verstanden wurde. Daher ist davon auszugehen, dass der Besitzer das Ger\u00e4t vermutlich auf einer Reise \u00fcber die Seidenstra\u00dfe mitbrachte. Eine bemerkenswerte Entfernung: Denn schon die Distanz per Luftlinie betr\u00e4gt 5.540 Kilometer, zu Fu\u00df sind es mit rund 6.000 Kilometern noch etwas mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Somit ist Wels mit \u201eseinem\u201c Elfenbeingriff nun der westlichste Fundort eines aus der Taklamakan-W\u00fcste eingef\u00fchrten St\u00fcckes und l\u00f6st somit den bisherigen Rekordhalter \u010catalka in Bulgarien mit \u201eseinem\u201c Schwerttrageb\u00fcgel aus einem thrakischen H\u00e4uptlingsgrab ab. Warum er allerdings ausgerechnet in Ovilava gelandet ist, l\u00e4sst sich nicht feststellen. Der Fundbestand des Stadtmuseums enth\u00e4lt dar\u00fcber hinaus keine weiteren Funde aus der Region des antiken Niya (auch keine M\u00fcnzen).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit Khar liegt in der st\u00e4dtischen arch\u00e4ologischen Sammlung jedenfalls neben Latein und Altgrie-chisch die dritte antike Sprache vor. Fundst\u00fccke aus der R\u00f6merzeit aus Elfenbein befinden sich dort bereits einige: Neben einem Schwertscheidenabschluss ist vor allem der Griff eines Klappmessers mit der qualit\u00e4tsvollen Darstellung eines Leoparden mit Brustgeschirr, der seine Pranken auf dem Kopf eines Beutetieres legt, zu erw\u00e4hnen. Dieses wurde nicht allzu weit weg vom nunmehrigen \u201eRekord-Elfenbeingriff\u201c auf dem Grundst\u00fcck der Schulen der Franziskanerinnen (Vogelweiderstra\u00dfe 2-4) gefunden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Elfenbeingriff-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1327\" srcset=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Elfenbeingriff-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Elfenbeingriff-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Elfenbeingriff-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Elfenbeingriff-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Elfenbeingriff-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Neue Funde &#8211;&nbsp; Neue Erkenntnisse<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die folgenden ausgestellten Fundst\u00fccke stammen aus dem r\u00f6mischen Gr\u00e4berfeld Ost in Wels.&nbsp; Sie dienten entweder als Grabbeigabe oder wurden \u2013 im Falle der Gef\u00e4\u00dfe \u2013 beim Leichenmahl nach dem Begr\u00e4bnis verwendet.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Terra Sigillata Reliefsch\u00fcssel<\/strong><\/p>\n<p>Keramik, 1.H.3.Jh.<\/p>\n<p>Herkunft: T\u00f6pferwerkst\u00e4tte in Rheinzabern, Obergermanien.<\/p>\n<p>Die Reliefverzierung zeigt einen B\u00e4ren, laufende Hirsche und L\u00f6wen zwischen Zierelementen.<\/p>\n<p>Fundort: Bahnhofstra\u00dfe 52, 2022<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Terra Sigillata Teller<\/strong><\/p>\n<p>Keramik, 2.Jh.<\/p>\n<p>Gro\u00dfer Teller bzw. flache Schale mit T\u00f6pferstempel [\u2026]TO FEC. K\u00f6nnte T\u00f6pfer ATTO aus Rheinzabern sein<\/p>\n<p>Fundort: Bahnhofstra\u00dfe 52, 2022<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Halsreif<\/strong><\/p>\n<p>Bronze, 2.\/3.Jh.<\/p>\n<p>Schlichter Halsreif aus Bronzedraht.<\/p>\n<p>Fundort: Bahnhofstra\u00dfe 52, 2022<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Einhenkeliger Krug<\/strong><\/p>\n<p>Keramik mit Glanzton\u00fcberzug und fig\u00fcrlichem Barbotinedekor, der zum Teil abgeplatzt ist. 2.\/3.Jh.<\/p>\n<p>Bei dem Tonkrug handelt es sich um eine f\u00fcr Noricum seltene Importware aus jenem Teil der Schweiz, der zur Provinz Obergermanien geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Die Darstellung zeigt eine Tierhatz mit einem L\u00f6wen, der ein Wildpferd schl\u00e4gt. Zwei M\u00e4nner mit St\u00f6cken sind Treiber, die die Tiere auf einander hetzen.<\/p>\n<p>Fundort: Bahnhofstra\u00dfe 52, 2022&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; _<\/p>\n<p><strong>Die weiteren Fundst\u00fccke stammen aus einer Grabung im st\u00e4dtischen Bereich von Ovilava\/Wels.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Ess- und Kochgeschirr stammt aus einem r\u00f6mischen Wohnhaus.<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kosmetikartikel<\/strong><\/p>\n<p>Bronze, 2.Jh.<\/p>\n<p>Das sogenannte Ohrl\u00f6ffelchen diente zum Reinigen des Ohres.<\/p>\n<p>Fundort: Rainerstra\u00dfe 1, 2018<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Trinkbecher<\/strong><\/p>\n<p>Keramik, 2.Jh.<\/p>\n<p>Fundort: Rainerstra\u00dfe 1, 2018<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kochschale<\/strong><\/p>\n<p>Keramik, 2.Jh.<\/p>\n<p>Die kleine Kochschale weist massive Brandspuren auf.<\/p>\n<p>Fundort: Rainerstra\u00dfe 1, 2018<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Reibschale<\/strong><\/p>\n<p>Keramik, 2.\/3.Jh.<\/p>\n<p>Der antike M\u00f6rser diente zum Zerreiben von unterschiedlichen Gew\u00fcrzen. Die Schale weist Brandspuren auf.<\/p>\n<p>Fundort: Rainerstra\u00dfe 1, 2018<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schale<\/strong><\/p>\n<p>Keramik, 2.\/3.Jh.<\/p>\n<p>Bei dieser Schale handelt es sich m\u00f6glicherweise um eine Backform f\u00fcr Brot. Allerdings weist sie keine Brandspuren auf.<\/p>\n<p>Fundort: Rainerstra\u00dfe 1, 2018<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Balsamarium<\/strong><\/p>\n<p>Bronze, 2.\/3.Jh.<\/p>\n<p>Balsamarien waren \u00d6l- bzw. Salbgef\u00e4\u00dfe f\u00fcr den kosmetisch-medizinischen Gebrauch. Inhalte waren unterschiedliche \u00d6le, Parf\u00fcms oder Salben. Typisch f\u00fcr diese Bronzegef\u00e4\u00dfe ist die kugelige Form.<\/p>\n<p>Fundort: Fabrikstra\u00dfe 38, 2018<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schwertriemen-Beschlag<\/strong><\/p>\n<p>Bronze, 3.Jh.<\/p>\n<p>Der rechteckige verzierte Beschlag war Teil des Balteus, dem Schwertgeh\u00e4nge eines r\u00f6mischen Soldaten.<\/p>\n<p>Fundort: Fabrikstra\u00dfe 38, 2018<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Terra Sigillata Trinkbecher<\/strong><\/p>\n<p>Keramik, 1.H.2.Jh.<\/p>\n<p>Der Becher zeigt verschiedene G\u00f6tter, die nebeneinander aufgereiht stehen: Venus, Jupiter, Diana und Herkules mit Eber.<\/p>\n<p>Hergestellt wurde der Trinkbecher vom T\u00f6pfer BVTRIO in Mittelgallien.<\/p>\n<p>Fundort: Rainerstra\u00dfe 1, 2018<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"706\" src=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ad-koerpergrab-Goldanhaenger-1024x706.jpg\" 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bajuwarischen Bestattung aus dem 7. Jh. n. Chr. aus. Einzig die zwei goldenen Anh\u00e4nger deuteten in die R\u00f6merzeit. Schmuck wird allerdings immer wieder \u00fcber lange Zeit weiterverwendet. Der Schmuck sowie die K\u00f6rper- haltung der Bestatteten f\u00fchrte zur Annahme es handle sich um eine Frau und einen Mann.<\/p>\n<p>Durch eine anthropologische Untersuchung der Universit\u00e4t Wien wurde nun eine g\u00e4nzlich andere Interpretation m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Bei den Skeletten handelt es sich um zwei Frauen, die in direkter Verwandtschaft stehen und aufgrund des Alters &#8211; ca. 45\/60 und 20\/25 Jahre &#8211; als Mutter und Tochter zu identifizieren sind. Die Altersbestimmung der Knochen mit der C-14-Methode ergab einen Todeszeitraum von 100 &#8211; 155 n. Chr. Diese Datierung steht nun auch im Einklang mit dem als Grabbeigabe mitgegebenen Goldschmuck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fotos Goldanh\u00e4nger und Grab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Reste einer Maske eines Gesichtshelmes<\/strong><\/p>\n<p>Bronze, zum Teil versilbert, Glas, 2.\/3. Jh. n. Chr.<\/p>\n<p>Mehrere zum Teil stark verbogene Fragmente aus Bronzeblech und ein dunkler Schmuckstein wurden 2022 gefunden.<\/p>\n<p>Der Vergleich mit St\u00fccken, die aus einem Verwahrfund in Eining (Bayern) stammen, zeigt, dass es sich um einen Gesichtshelm mit sogenannter orientalischer Maske handelt. Diese Helme wurden von r\u00f6mischen Reitersoldaten vorwiegend bei Paraden getragen.<\/p>\n<p>Im Umkreis des Fundortes kamen in den letzten Jahrzehnten vermehrt milit\u00e4rische Gegen-st\u00e4nde zum Vorschein, wie etwa ein Gladius, ein Verschlussblech mit Marsdarstellung und Ortb\u00e4nder.<\/p>\n<p>Fundort: Salzburgerstra\u00dfe\/Eisenhowerstra\u00dfe, 2022<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Foto: Vergleich Maske aus Eining\/Bayern<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"592\" height=\"881\" src=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Vergleich_Maskenhelm-aus-Eining.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1336\" srcset=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Vergleich_Maskenhelm-aus-Eining.jpg 592w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Vergleich_Maskenhelm-aus-Eining-202x300.jpg 202w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Vergleich_Maskenhelm-aus-Eining-101x150.jpg 101w\" sizes=\"auto, (max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"680\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ad-Koerpergrab-aus-Ovilava-680x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1329\" srcset=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ad-Koerpergrab-aus-Ovilava-680x1024.jpg 680w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ad-Koerpergrab-aus-Ovilava-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ad-Koerpergrab-aus-Ovilava-100x150.jpg 100w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ad-Koerpergrab-aus-Ovilava-1021x1536.jpg 1021w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/ad-Koerpergrab-aus-Ovilava.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<h3><strong>Ausgrabung in Thalheim bei Wels 2023<\/strong><\/h3>\n<p>Die Grabung wurde in einer Kooperation der Universit\u00e4t Salzburg, der O\u00d6 Landes-Kultur GmbH, dem Stadtmuseum Wels sowie dem Verein R\u00f6merweg Ovilava durchgef\u00fchrt und von der Gemeinde Thalheim unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Die Fundstelle ist bereits seit l\u00e4ngerem bekannt. 2022 wurde von GeoSphere Austria eine geophysikalische Prospektion durchgef\u00fchrt. Dabei wurden Mauerz\u00fcge festgestellt, die einem gro\u00dfen Geb\u00e4udekomplex zugewiesen werden k\u00f6nnen. Die Lage an der Terrassenkante bot sicher einen beeindruckenden Ausblick \u00fcber die Traun auf die gegen\u00fcber gelegene Stadt Ovilava\/Wels. Bei der Grabung 2023 wurden Teilbereiche dieser Anlage untersucht. Der Erhaltungszustand ist in einigen Bereichen sehr gut, in anderen hat man die Mauern inkl. Fundament gepl\u00fcndert, nur die Estrichb\u00f6den sind \u00fcbergeblieben. Sehr sch\u00f6n nachvollziehbar waren auch mehrere Umbauphasen. An Funden kamen neben zahlreichen Keramikfragmenten \u00fcber 60 M\u00fcnzen und einige Highlights, wie etwa Schuppen von einem r\u00f6mischen Brustpanzer oder ein Eisenmesser inkl. erhaltenem Beingriff zu Tage. Das Fundmaterial erlaubt eine zeitliche Einordnung in das 2.\/3. Jahrhundert n. Chr. Von einem gehobenen Ausstattungsluxus zeugen Wandmalereifragmente. Au\u00dferdem wurde am Rand der Grabungsfl\u00e4che ein kleiner Teil eines mit Ziegelsplitt angereicherten Estrichbodens freigelegt, wie er in der Regel in \u201eNassr\u00e4umen\u201c verwendet wird (ein Teil des Badetraktes?). Ob hier ein Zusammenhang mit der r\u00f6mischen Wasserleitung besteht, die Ende des 19. Jahrhunderts westlich der Fundstelle beim Bau der Lokalbahn gefunden wurde, konnte nicht gekl\u00e4rt werden. Diese Leitung f\u00fchrte wahrscheinlich \u00fcber die Traun und versorgte Ovilava\/Wels mit Trinkwasser. In den letzten Grabungstagen wurde ein aus Ziegeln gesetzter Ofen entdeckt, der nur mehr oberfl\u00e4chig dokumentiert werden konnte. Die Gr\u00f6\u00dfe sowie die Konstruktion aus Ziegel deuten auf einen Backofen hin. Die Untersuchung dieses Ofens sowie des m\u00f6glichen Badetraktes sind im kommenden Jahr geplant.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"577\" src=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/PHOTO-2023-07-25-17-15-31-1024x577.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1339\" srcset=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/PHOTO-2023-07-25-17-15-31-1024x577.jpg 1024w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/PHOTO-2023-07-25-17-15-31-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/PHOTO-2023-07-25-17-15-31-150x84.jpg 150w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/PHOTO-2023-07-25-17-15-31-1536x865.jpg 1536w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/PHOTO-2023-07-25-17-15-31.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"577\" src=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/PHOTO-2023-07-25-17-15-33-1024x577.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1340\" srcset=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/PHOTO-2023-07-25-17-15-33-1024x577.jpg 1024w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/PHOTO-2023-07-25-17-15-33-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/PHOTO-2023-07-25-17-15-33-150x84.jpg 150w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/PHOTO-2023-07-25-17-15-33-1536x865.jpg 1536w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/PHOTO-2023-07-25-17-15-33.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>LEGIO XV APOLLINARIS COHORS I et TURMA I<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind eine R\u00f6mergruppe f\u00fcr experimentelle Geschichte, welche die \u201ealt\u00f6sterreichische\u201c \u2013 in Carnuntum (Petronell, N\u00d6) stationierte \u2013 F\u00fcnfzehnte Legion Apollinaris wieder zu neuem Leben erwachen l\u00e4sst. Unter wissenschaftlicher Beratung wird das Leben und K\u00e4mpfen der r\u00f6mischen Legion\u00e4rsinfanterie und -kavallerie Mitte des 1. Jhdts.n.Chr. originalgetreu nachempfunden.<\/p>\n<p class=\"has-text-align-left\">Wir gestalten Veranstaltungen an Museen, Ausgrabungen und Schulen, wirken bei gro\u00dfen R\u00f6merfesten mit und halten Vortr\u00e4ge. Die Legio XV versucht bei ihren Auftritten ein m\u00f6glichst vielf\u00e4ltiges und authentisches Bild einer r\u00f6mischen Legion der fr\u00fchen Kaiserzeit darzustellen. Bei unserer Arbeit stehen wir immer in engem Kontakt mit den Museen und Wissenschaftlern. Wir erweitern st\u00e4ndig unsere Ausr\u00fcstung und passen diese durch das nachvollzogene arch\u00e4ologische Experiment den besonderen Erfordernissen an. Zum Erfolg unserer Arbeit tr\u00e4gt sicher der Umstand bei, dass wir beinahe die gesamte Ausr\u00fcstung im Eigenbau herstellen.<br \/><br \/>Das Ziel unseres Wirkens ist den Menschen lebende r\u00f6mische Geschichte zu demonstrieren und die R\u00f6mer damit wieder ins Bewusstsein der Bev\u00f6lkerung zu rufen, denn die Geschichte des r\u00f6mischen Reiches ist \u00fcber vier Jahrhunderte auch unsere Geschichte.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"480\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/002-crop-u7124.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-38\" srcset=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/002-crop-u7124.jpg 480w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/002-crop-u7124-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/002-crop-u7124-285x214.jpg 285w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"480\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/001-crop-u7071.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-37\" srcset=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/001-crop-u7071.jpg 480w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/001-crop-u7071-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/001-crop-u7071-285x214.jpg 285w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"724\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/0002-724x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1343\" srcset=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/0002-724x1024.jpg 724w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/0002-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/0002-106x150.jpg 106w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/0002-1086x1536.jpg 1086w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/0002-1448x2048.jpg 1448w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/0002-scaled.jpg 1811w\" sizes=\"auto, (max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"724\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/0001-724x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1344\" srcset=\"https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/0001-724x1024.jpg 724w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/0001-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/0001-106x150.jpg 106w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/0001-1086x1536.jpg 1086w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/0001-1448x2048.jpg 1448w, https:\/\/www.roemerweg.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/0001-scaled.jpg 1811w\" sizes=\"auto, (max-width: 724px) 100vw, 724px\" \/><\/figure><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wels l\u00f6st r\u00f6misch-chinesisches Arch\u00e4ologie-R\u00e4tsel &nbsp; Rund 6.000 Kilometer musste in der Antike ein Objekt vom Handelszentrum Niya (heute autonome Region Xinjang, Volksrepublik China) in das r\u00f6mische Ovilava \u201egereist\u201c sein. 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